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Behandlung >>> Lebensstil

Aktiv, gesundheitsbewusst und entspannt in den Alltag

Allein durch Änderungen des Lebensstils gelingt es, den oberen (systolischen) Blutdruck um bis zu 30 mmHg zu senken. So können Sie es anpacken:

  • Übergewicht reduzieren. Bewährt haben sich kalorienreduzierte Ernährung und vermehrte körperliche Aktivität. Eine Gewichtsabnahme von 10 kg senkt den Blutdruck um 5 bis 20 mmHg.
  • Mehr körperliche Bewegung. Kreislauftraining durch regelmässige körperliche Bewegung ist auch für Normalgewichtige nützlich. Wählen Sie Ausdaueraktivitäten (z. B. Wandern, Walking, Jogging, Skilanglauf, Fahrradfahren, Schwimmen), mindestens dreimal pro Woche während jeweils 30 Minuten oder mehr. Die Blutdrucksenkung beträgt 5 bis 10 mmHg.
  • Salzbeschränkung. 1 Gramm Kochsalz enthält 0,4 Gramm Natrium, das den Blutdruck steigert. Bei Einschränkung der täglichen Salzzufuhr auf weniger als 6 Gramm sinkt der Blutdruck um 2 bis 8 mmHg ab. Zudem wird die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten durch Kochsalzbeschränkung verstärkt. Stoppen Sie also die Gewohnheit, bei Tisch nachzusalzen. Meiden Sie salzreiche Speisen (z. B. Snacks). Achten Sie auf verstecktes Natrium (z. B. in Fertigsuppen, Saucen, Konserven, Mineralwasser mit hohem Natriumgehalt). Greifen Sie hingegen bei Gemüse und Früchten (reich an Kalium) herzhaft zu.
  • Fett reduzieren. Bevorzugen Sie eine Ernährung, die weniger Fett und Cholesterin enthält.
  • Alkoholkonsum anpassen. Reduktion des Alkoholkonsums auf höchstens 30 Gramm Alkohol pro Tag bei Männern (3 dl Wein oder 7 dl Bier) und auf höchstens 20 Gramm Alkohol bei Frauen (2 dl Wein oder 5 dl Bier) ergibt eine Blutdruckabnahme von 2 bis 4 mmHg. Anpassung des Alkoholkonsums hilft zudem mit, die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente voll auszuschöpfen.
  • Verzicht auf Rauchen. Rauchen beeinflusst den Blutdruck nur geringfügig und Rauchstopp bewirkt keine Blutdrucksenkung. Aber Rauchen erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Komplikationen sehr stark. Wer den Bluthochdruck behandelt und gleichzeitig weiterraucht, fällt sich selbst in den Rücken. Zudem schwächt Rauchen die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente ab. Nutzen Sie Unterstützungsangebote (Kurse, Medikamente wie z.B. Nikotinersatzpräparate), um sich ganz von den Zigaretten zu befreien.
  • Stress reduzieren und Entspannung geniessen. Lang anhaltender Stress wirkt sich ungünstig auf den Blutdruck aus. Unterstützen Sie die Bluthochdruckbehandlung, indem Sie Hetze und Stress nach Möglichkeit reduzieren und Entspannungsübungen in den Alltag einbauen.

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